Kryptowährung und die Hacker - zentral oder dezentral?

Kryptowährung und die Hacker - zentral oder dezentral?

Vor kurzem kam die Meldung über einen Hacker-Angriff auf die Kryptowährung Ethereum. Durch das aufblühende Zeitalter der kryptischen Währung werden Überfälle häufiger digital am PC durchgeführt statt in der Bank. Oft finden Hacker Fehler oder Schlupflöcher im Programmiercode innerhalb des dezentralen Netzwerkes einer Kryptowährung. Dezentrale Netzwerke sind hier anfälliger als zentral geführte kryptische Währungen. 

 Zentral oder dezentral gegen Hacker

Die etablierte Kryptowährungs-Szene und deren Anhänger schwören auf die Dezentralisierung einer kryptischen Währung. Bei einem dezentralen Aufbau gibt es keine Einrichtung, Institution oder Zentrum welches das Geldsystem kontrolliert und überwacht. Dies geschieht bei dezentralen Netzwerken wie Bitcoin durch die Mitgliedern selbst (P2P).

Bei dezentralen Kryptowährungen gibt es keinen "Single Point of Failure". Wenn ein Bestandteil des Systems ausfällt, kann es trotzdem weiter existieren. Dies ist bei Banken meist nicht der Fall. Wie wir 2008 und danach mitbekommen haben, mussten am Ende die Bürger für das System aufkommen. Systemrelevante Banken wurden mit dem Ausspruch "too big to fail" vom Steuerzahler gerettet. 

Zwar sind die meisten Kryptowährungen dezentral, doch nicht alle kryptische Währungen werden dezentral erstellt. Manche werden von inhabergeführten, privatwirtschaftlichen Unternehmen zentral produziert, wie zum Beispiel der Ripple oder der OneCoin.

Der Ripple (XRP)  wird von der gewinnorientierten Gesellschaft Ripple Labs erstellt, diese behält 80 Prozent der Neuemissionen und verteilt diese nach eigene Ermessen.

Bei OneCoin ist dies anders, hier kann jeder ab 110 Euro einstiegen um sich die One-Münzen errechnen zu lassen. Die Coins produziert zwar die Firma OneLife/OneCoin, die fertigen Münzen werden jedoch an die Mitglieder (Investoren) verteilt. Dabei können die Mitglieder und Investoren bei OneCoin schon vor der eigentlichen Produktion der Coins (Mining) abschätzen wie viele Münzen durch die Investition entstehen.

Da geheim bleibt wo die Server von OneCoin stehen und da Unternehmen weitaus bessere Ressourcen haben um sich zu schützen, kann man davon ausgehen dass es um ein Vielfaches schwieriger ist OneCoin zu hacken als andere digitale Währungen, die dezentral der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. 

Hacker-Angriffe bei Kryptowährungen

Mit steigender Popularität häufen sich die Angriffe auf dezentrale Währungen wie Bitcoin, Ether und Co.

Am 17. Juni 2016 wurden dem neuen großen Spieler "Ethereum"  3,6 Millionen Ether-Coins  im Wert von 55 Millionen Euro gestohlen. Ein unbekannter Programmierer fand eine Schwachstelle im Code des >DAO< (Decentralized Autonomous Organization). Hier war die Neuheit der Technologie die größte Schwachstelle der dezentralen Währung. 

Schnelles Reagieren war hier nicht möglich. Denn der Kern dezentraler Währungen und öffentlicher Blockchains ist es, dass keine zentrale Stelle, Gruppe oder Firma die Kontrolle übernehmen kann, um zu bestimmen was passieren soll. 

Der Ether soll nun einer Softwareänderung unterzogen werden, damit Hacker gestohlene Münzen nicht einsetzen können. Wie dies mit einer an sich unveränderlichen Blockchain - in einem dezentralen Netzwerk - funktionieren soll ist fraglich. 

Das waren nicht die einzigen Hacks

Doch dieser Hacker-Angriff wird nicht der letzte und einzige auf eine dezentrale Kryptowährung gewesen sein. Bereits im Jahr 2012 wurden dem heutigen Bitcoin-Profi und Studenten Christian Decker 9.222 Bitcoins durch Hacking gestohlen. Das entspricht einem heutigen Wert von 5,4 Millionen Euro.

Selbst Firmen oder sogenannte Bitcoin-Banken können sich in dem dezentralen Netzwerk nicht immer vor Hackern schützen. So wurden der Kryptowährungs-Börse Gatecoin 185.000 Ethers und 250 Bitcoins mit einen damaligen Wert von 1,8 Millionen Euro geklaut.

Von den möglichen 21 Millionen Bitcoins die es jemals geben kann, sind bis heute 15,7 Millionen (Stand Juni 2016) gemined worden. Wenn man die 12 größten Hacks in der Geschichte von Bitcoin zusammenrechnet, wurden alleine über diese Liste sechs Prozent aller bereits erstellten Bitcoins gestohlen. Die genauen Zahlen dürften wohl höher liegen. Manche Experten gehen davon aus, dass 20 Prozent aller Bitcoins die je erstellt wurden entweder verloren gingen oder schon einmal gestohlen wurden.

Schwarze Schafe bei Bitcoin und den dezentralen Kryptowährungs-Firmen

Nicht nur Hacker bereichern sich in den dezentralen Netzwerken auf Kosten anderer. Eine Bitcoin-Börse aus Hongkong namens MyCoin  stahl im Jahr 2015 seinen ca. 3.000 Kunden 342 Millionen Euro. Dabei ist nicht mal sicher ob diese sogenannte Bitcoin-Börse auch tatsächlich Bitcoins kaufte oder mit ihnen handelte.

In den letzten Tagen hat sich eine weitere Bitcoin-Betrugs-Firma an den Geldern der Kunden bereichert. Die Firma Hashocean soll in zwanzig Monaten Bitcoins im Wert von über 60 Millionen Euro gestohlen haben. Hierdurch entsteht nicht nur ein negatives Image für Bitcoins als Währung, sondern Service-Firmen bekommen einen immer schwierigeren Stand in der Community. Man sollte sich sehr gut informieren wo man Bitcoins kauft oder welchem Mining-Pool man sich anschließt bevor man Geld investiert. 

Eine anfänglich zentrale Währung - zumindest in der Erstellungsphase - scheint mehr als sinnvoll. Ein zentrales Mining wie bei OneCoin bietet den Nutzern der Kryptowährung nicht nur in Sachen Hacking-Angriffe mehr Sicherheit.

Geschieht das Mining zentral können sich keine Service-Unternehmen (Miningunternehmen) einschleichen, die den Nutzer mit falschen Versprechungen locken - oder die Münzen klauen. Das Unternehmen hat während des Entstehungsprozesses des Onecoins die volle Kontrolle über die Währung und kann bei Unregelmäßigkeiten schnell und zuverlässig eingreifen.

Fazit

Auf der Welt gibt es mittlerweile über 700 verschiedene kryptische Währungen. Für jeden Typ Mensch gibt es eine passende Kryptowährung, man muss sich nur entscheiden. Ob zentral oder dezentral ist jedoch nur eine Teilfrage die man sich stellen sollte. 

Ich persönlich habe mich gegen dezentrale kryptische Währung wie Bitcoin und Ether entschlossen. Zu viele Negativschlagzeilen über Hacker-Angriffe und Betrugsfirmen die den Kunden das Geld stahlen haben mein Interesse schwinden lassen. Oft sind sich die Entwickler dezentraler Kryptowährung nicht einig wie es mit der Währung weiter gehen soll und nötige Anpassungen der Technologie können dezentral nur schwer umgesetzt werden. 

Andersherum beschleunigte die Firma OneLife die Dauer einer Transaktion des OneCoins um eine Minute, dort benötigt der Bitcoin mindestens 10 Minuten.

Das Transaktionslimit des Bitcoins liegt bei ca. 7 Transaktionen pro Sekunde und kann nicht nach Belieben vergrößert werden, da sonst das Netzwerk nicht mehr einwandfrei zusammenarbeitet. Man geht davon aus dass Bitcoin in einen Jahr nur so viele Transaktionen durchführen kann wie Mastercard an einem Tag. Dies ist zuwenig um als Zahlungsmittel der Zukunft zu fungieren. 

Vor Hacker-Angriffen hat OneCoin keine Angst. Sie sind davon überzeugt unhackbar zu sein. Um dies unter Beweis zu stellen gibt es die OneCoinCloud Hacking Challenge. Jeder Hacker kann sein Glück versuchen und wenn er es letztendlich schaffen sollte, bekommt er dafür 100.000 Euro oder 100.000 OneCoins als Siegerprämie. 

Bis 80 % aller möglichen Münzen geschaffen wurden stellt die Firma OneLife OneCoins zentral her und verteilt diese an die Investoren.

Der OneCoin steckt noch in den Kinderschuhen und es ist noch möglich ein großes Stück vom Kuchen dieser Kryptowährung zu bekommen.

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