Kryptogeld und das EU-Parlament

Kryptogeld und das EU-Parlament

Am Montag den 25.01.2016 veranstaltete der Wirtschaftsausschuss des Europa-Parlaments eine Anhörung zum Thema virtuelle Währung an dem zahlreiche Experten teilnahmen. In der Debatte ging es um die Vorteile, Risiken, Herausforderungen und Nutzen die Ethereum, Bitcoin und Co. mitbringen. Das EU-Parlament arbeitet an einem Bericht über kryptische Währung, die Abstimmung soll im April stattfinden.

EU-Parlament: Die Unsicherheit mit dem Unbekannten

Mit Hilfe von kryptischen Währungen lässt sich Geld ohne Bank oder weitere Mittelsmänner von einem Konto auf das andere Konto überweisen. Mit der Verschlüsselungstechnologie und der Blockchain (Block-Kette) werden alle Vorgänge eines virtuellen Geldes in einer öffentlichen Datenbank gespeichert, um Missbrauch vorzubeugen. So wird Vertrauen zwischen dem Käufer und dem Verkäufer aufgebaut, ohne eine dritte Partei zu benötigen.

"Es gibt sehr viele Investoren, die ihre Hoffnungen darin setzen, dass sich eine bestimmte Anwendung dieser Technologie als Killeranwendung erweist. Die Frage die sich ergibt ist, ob und wann es zu diesem Durchbruch kommt, beziehungsweise wie gut wir dann als Regierungen und Gesetzgeber auf diese revolutionäre Entwicklung vorbereitet sind." - Jakob von Weizsäcker

Kryptowährung als verbessertes Zahlungssystem

Experten oder Interessierte wissen das Transaktionen mit kryptischen Währungen billiger, schneller, sicherer und transparenter sind, vor allem deshalb, da keine dritte Instanz benötigt wird.

"Die Blockchain-Technologie könne auch als eine Art regulierende Technologie angesehen werden, die es ermöglicht Gesetze transparenter und effizienter umzusetzen."

-Primavera De Filippi, (Wissenschaftlerin im Nationalen Zentrum für Wissenschaftliche Forschung in Paris)

Oliver Salles betonte jedoch, dass es bei Bitcoin und anderen dezentralen kryptischen Währungen Risiken in Hinsicht auf die Stabilität der Plattformen, der Preisvolatilität (Kursschwankungen), Diebstahl und Hacking gebe. Da die Transaktionen anonym vorgenommen werden, wird Bitcoin oftmals mit illegalen Aktivitäten wie Geldwäsche und dem Handel mit verbotenen Waren in Verbindung gebracht. Um diesen negativen Punkt auszumerzen hat OneCoin deshalb das KYC (Know-Your-Customer) Verfahren eingeführt.

Sean Ennis, leitender Ökonom der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) meinte, dass Bargeld vielmehr für solch illegale Zwecke missbraucht wird. Die Register der Transaktionen seien bei allen Kryptowährungen öffentlich. Eine große Anzahl von Transaktionen könne daher analysiert werden.

Jeremy Miller meinte, Verbrechen die durch virtuelles Geld finanziert wurden sind leichter aufzudecken als solche mit Bargeld. Bitcoin ist auch nicht länger eine Hacking-Gemeinschaft, sondern es wird viel mehr von großen Unternehmen betrieben, die die existierenden Vorschriften einhalten möchten.

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Sind EU-Bestimmungen nötig?

Die meisten Experten gaben sich auf eine Ausweitung der EU-Gesetzgebung für virtuelle Währung zurückhaltend. Herr Salles meinte dass es weniger um die Regulierung, sondern um die Beobachtung der sich rasch entwickelnden Technologie geht. Doch da die Terror-Attentate durch Bitcoin teil finanziert wurden, müsse die EU-Kommission prüfen ob kryptisches Geld reguliert werden soll.

Laut Jeremy Millar würden kryptische Währungen wie OneCoin und Bitcoin, als globales Netzwerk von einer Harmonisierung der europäischen Regelung profitieren und die Reichweite dieser erhöhen.

"Falls Sie Legislativmaßnahmen vorschlagen wollen, so rate ich, diese auf die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu beschränken."
-Siân Jones (Mitbegründerin des European Digital Currency and Blockchain Technology Forum)

Jakob Weizsäcker meinte es dass es weniger um die vorbeugende Regulierung, sondern um vorbeugendes Monitoring (Überwachung) gehen soll.

Zu welchem Ergebnis das Europa-Parlament kommt werden wir im April erfahren. OneCoin hat sich jedoch mit dem KYC-Verfahren und seiner Zentralisierung gut aufgestellt. Sollten sich die Damen und Herren aus dem EU-Parlament dazu entscheiden kryptische Währungen zu regulieren wird das für alle OneCoiner wohl kein Problem sein.

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